Postplatz und Roßplatz werden zum zentralen Umsteigeknoten Großer Fahrplanwechsel für Reichenbach

In Reichenbach wird mit dem Fahrplanwechsel zum 13. Februar 2022 der Stadt- und Regionalverkehr grundlegend zu sogenannten Stadt-Umland-Linien geändert. Künftig gibt ein zentraler Verkehrs- bzw. Umsteigeknoten mit sogenannten „Rendezvous-System“, ein modernes und erprobtes Verkehrskonzept, den Takt an.

Was bedeutet das für die Fahrgäste?

  • Montag bis Freitag treffen sich zwischen 4.45 und 19.45 Uhr alle 30 Minuten vier Busse am Postplatz, warten zum Umsteigen und fahren dann wieder in alle vier Himmelsrichtungen ab.
  • Am Wochenende erfolgt dieses Rendezvous der Busse stündlich (samstags ab 8.30 Uhr, sonn- und feiertags ab 10.30 Uhr).
  • Ab 19.45 Uhr werden alle Linien direkt miteinander verbunden, sodass am Abend keine Umstiege mehr nötig sind.
  • Zwischen 20.30 und 23.30 Uhr fahren alle 60 Minuten Busse ab dem Postplatz, teilweise als RufBus.
  • Die letzten Busse kommen täglich 23.35 Uhr am Wasserturm, 23.40 Uhr in Rotschau, 23.48 Uhr in Mylau und 23.55 Uhr in Netzschkau an – auch samstags und sonntags.

Mit diesem System erhält der Busverkehr in der ganzen Stadt einen verdichteten Takt. Alle 30 Minuten kommt man von Netzschkau, Mylau, dem Neubaugebiet West, dem Krankenhaus, der Siedlung am Wasserturm sowie von Rotschau in die Reichenbacher Innenstadt und umgekehrt. Das Angebot in Rotschau und Netzschkau wird dabei mit einer neuen StadtBus-Linie abgerundet.

Standbelegungsplan Roß-/Postplatz

Liniennetzübersicht Reichenbach und Umland (durch anklicken vergrößern)

Das neue Konzept bedeutet aber auch, dass Umstiege auf bestimmten Verbindungen nötig werden, bei denen man bisher umsteigefrei fahren konnte (z. B. vom Neubaugebiet West zum Kaufland oder von der Siedlung am Wasserturm zum Krankenhaus). Wenn ein Bus der Rendezvous-Linien 80, 82 oder 85 verspätet ist, warten die anderen Busse am Postplatz auf ihn. Das gilt bei Verspätungen von bis zu 10 Minuten – selbst dann werden immer noch alle Anschlüsse im Rendezvous erreicht. Die Busfahrer achten darauf, dass alle Busse am Verkehrsknoten angekommen und alle Fahrgäste umgestiegen sind. Die Anschlüsse sind also sehr sicher und können so gut wie immer erreicht werden. Zur Unterstützung in der Anfangszeit werden die Haltestellen am Post-/Roßplatz mit zusätzlichen Beschilderungen versehen, um eine leichtere Übersicht zu gewährleisten.

Doch nicht nur der Stadt-, sondern auch der Regionalverkehr um Reichenbach wird umgestellt. Bisher verkehrten die meisten Regionallinien parallel zum Stadtbus durch die Stadt. Mit dem neuen System werden die meisten Routen zu sogenannten „Stadt-Umland-Linien“ verknüpft. Das bedeutet, dass die Linien nicht in Netzschkau oder am Krankenhaus enden, sondern weiter ins Umland verkehren. Ab dem Wasserturm geht es stündlich umsteigefrei weiter nach Neumark und Reuth, ab dem Krankenhaus nach Oberreichenbach und Hauptmannsgrün und ab Netzschkau als TaktBus-Linie 83 nach Treuen (bisher PlusBus-Linie 80) und als TaktBus-Linie 84 nach Elsterberg. So bilden sich optimale Verbindungen mit einer guten Verzahnung von Stadt und Umland – zugleich wird die Reichenbacher Bahnhofstraße vom Busverkehr entlastet.

Neben den Rendezvous-Linien 80, 82 und 85 verkehren ab Reichenbach auch weiterhin die PlusBus-Linie 10 über Auerbach nach Falkenstein und die TaktBus-Linie 89 über Schneidenbach nach Lengenfeld. Die Linie 10 führt in Reichenbach jedoch nicht mehr ins Neubaugebiet West, sondern über die Friedensstraße zum Gewerbegebiet. Fahrgäste aus dem Neubaugebiet in Richtung Falkenstein müssen künftig am Bahnhof oder in der Innenstadt umsteigen. Die Linie 89 wird hingegen ab dem Bahnhof Reichenbach zur Lohe im Neubaugebiet und ab Lengenfeld nach Waldkirchen verlängert.

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