3. ZVV-Verbandsversammlung 2026

ZVV stellt Weichen für die Sicherung und Weiterentwicklung des Nahverkehrs

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) hat mehrere Beschlüsse zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Nahverkehrs im Vogtland gefasst.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Sicherung des Nahverkehrs in der Stadt Plauen. Der ZVV übernimmt ab dem 1. Januar 2027 die Verantwortung für die Regionalbusleistungen im Stadtgebiet Plauen und nimmt diese Leistungen in den Verkehrsvertrag mit der Plauener Omnibusbetrieb GmbH (POB) auf. Grundlage sind die entsprechenden Beschlüsse des Vogtlandkreises und der Stadt Plauen. Die Verantwortung der Stadt Plauen für die Plauener Straßenbahn GmbH (PSB) und deren Infrastruktur bleibt davon unberührt. Zudem soll ein auf zehn Jahre angelegter Vertrag zwischen Vogtlandkreis und Stadt Plauen den politischen Rahmen für die nachhaltige Stabilisierung und Sicherung des Nahverkehrs bilden.

Darüber hinaus wurden die 14. Änderungssatzungen zum Ausbildungsverkehr und zum Straßenbahnverkehr mit den entsprechenden Vorschauen für 2027 beschlossen. Die Anpassungen berücksichtigen aktualisierte Fahrpläne und Veränderungen bei den Fahrplankilometern sowie den zu erwartenden Fördermitteln.

Für den freigestellten Schülerverkehr wurde die Neuausschreibung ab dem Schuljahr 2028/2029 vorbereitet. Die Leistungen sollen für einen Zeitraum von sechs Jahren bis zum Ende des Schuljahres 2033/2034 vergeben werden.

Schülerbeförderung: Im Schuljahr 2026/2027 werden insgesamt rund 11.000 Schülerinnen und Schüler befördert. Die Zahl der Beförderungen im freigestellten Schülerverkehr (FSV) bzw. in der Kombibeförderung ist dabei von rund 1.200 auf rund 1.300 gestiegen. Der Anstieg betrifft nahezu ausschließlich Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Gleichzeitig steigen dadurch die Aufwendungen für den freigestellten Schülerverkehr. Vor jeder Organisation einer FSV-Beförderung wird geprüft, ob eine zumutbare Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr möglich ist.

Trassenpreise: Die gestiegenen Trassenentgelte der DB InfraGO führen zu zusätzlichen Belastungen für die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs. Eine Gegenfinanzierung durch den Bund steht bislang aus. Der ZVV bereitet daher gemeinsam mit weiteren Aufgabenträgern mögliche Schritte zur Unterstützung eines Klageverfahrens vor. Parallel werden Einsparmaßnahmen vorbereitet, die auch deutliche Abbestellungen von SPNV-Leistungen zur Folge haben können.

Die Verbandsversammlung erhielt zudem eine Halbjahresinformation zum Haushalt 2026 gemäß den Vorgaben der SächsGemO. Der Verlauf im 1. Halbjahr 2026 gestaltete sich planmäßig.